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Österreichisches Konjunkturklima

Aufschwung verliert etwas an Dynamik

Die Ergebnisse des WIFO-Konjunkturtests zeigen im April 2018 erstmals seit Beginn des Aufschwungs einen deutlicheren Rückgang der Konjunktureinschätzungen der österreichischen Unternehmen. Trotz der Rückgänge bleiben die Einschätzungen weiter in zuversichtlichen Bereichen. Die Unternehmen erwarten aber für die nächsten Monate ein weniger dynamisches Wachstum.

Der Index der aktuellen Lagebeurteilungen für die Gesamtwirtschaft erreicht (unter Ausschaltung saisonal bedingter Schwankungen) im April einen Wert von 21,3 Punkten. Er liegt damit 2,7 Punkte hinter dem Wert des Vormonats und 5,4 Punkte unter dem Höchstwert. In der Bauwirtschaft bleibt der Index unverändert zum Vormonat bei 29,5 Punkten und im Bereich seiner Höchstwerte. In den Dienstleistung-branchen sinkt der Index deutlicher (minus 3,8 Punkte), signalisiert aber mit 19,4 Punkten weiterhin eine gute Dienstleistungskonjunktur. In der konjunkturell bedeutenden Sachgütererzeugung zeigt sich ein Rückgang von 1,9 Punkten. Der Index bleibt mit 21,6 Punkten aber im Bereich sehr guter Konjunktureinschätzungen.

Auch der Index der unternehmerischen Erwartungen sinkt im April (minus 2,8 Punkte) und erreicht einen Wert von 16,5 Punkten. In den Dienstleistungsbranchen sinkt der Erwartungsindex um 2,7 Punkte, der Indexwert von 17,6 Punkten signalisiert per Saldo aber weiterhin optimistische Konjunkturerwartungen. In der Bauwirtschaft zeigt sich beim Erwartungsindex ein leichter Rückgang (minus 0,7 Punkte). Der Indexwert von 15,1 Punkten liegt aber weiter in einem für die Bauwirtschaft sehr zuversichtlichen Bereich. In der Sachgütererzeugung verliert der Erwartungsindex 3,4 Punkte und sinkt auf 15,0 Punkte. In allen drei Sektoren fallen die Konjunkturerwartungen weiterhin überdurchschnittlich aus und signalisieren trotz der Rückgänge eine nach wie vor optimistische Konjunktureinschätzung.