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Österreichisches Konjunkturklima

Konjunkturerwartungen gehen weiter zurück

Die Ergebnisse des WIFO-Konjunkturtests vom März 2019 zeigen trotz der deutlichen Rückgänge gegenüber dem Vorjahr weiterhin recht gute Konjunktureinschätzungen der österreichischen Unternehmen. Die Betriebe beurteilen – ausgehend von einem hohen Niveau – die aktuelle Konjunkturlage etwas schlechter als noch in den Vormonaten. Die Konjunkturerwartungen trüben sich weiter ein. 

Der Index der aktuellen Lagebeurteilungen für die Gesamtwirtschaft bleibt im März (unter Ausschaltung saisonal bedingter Schwankungen) gleich – 0,1 Punkte unter dem Wert des Vormonats –, notiert aber mit 16,7 Punkten weiter auf recht zuversichtlichem Niveau. In der Bauwirtschaft gewinnt der Index 8,5 Punkte und befindet sich mit einem Wert von 42,4 Punkten auf einem neuen Rekordniveau. In den Dienstleistungsbranchen sinkt der Index leicht (minus 1,2 Punkte) und signalisiert mit 16,5 Punkten weiter eine gute Dienstleistungskonjunktur. In der konjunkturell bedeutenden Sachgütererzeugung verliert der Lageindex weiter an Dynamik (minus 1,0 Punkte) und bleibt mit 8,6 Punkten nur mehr knapp im Bereich guter Konjunkturbeurteilungen.

Der Index der unternehmerischen Erwartungen verliert weiter an Boden (minus 1,8 Punkte) und erreicht einen Wert von 8,9 Punkten. In der Bauwirtschaft zeigt sich beim Erwartungsindex ein Rückgang (minus 2,3 Punkte), der Indexwert von 13,1 Punkten bleibt jedoch optimistisch. In den Dienstleistungsbranchen steigt der Erwartungsindex leicht (plus 0,2 Punkte). Der Indexwert von 13,4 Punkten signalisiert weiterhin zuversichtliche Konjunkturerwartungen. In der Sachgütererzeugung verliert der Erwartungsindex deutlich (minus 4,9 Punkte) und liegt mit 0,3 Punkten nur mehr knapp über der Nulllinie. Somit zeigen sich auch im März eher heterogene Entwicklungen über die drei Sektoren hinweg. Insbesondere die schwache Entwicklung in der Sachgütererzeugung signalisiert eine weitere Abkühlung der Konjunkturdynamik.