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Österreichisches Konjunkturklima

Konjunktureinschätzungen bleiben zwischen Sektoren unterschiedlich

Die Ergebnisse des WIFO-Konjunkturtests vom Jänner 2020 zeigen eine Verbesserung der Konjunktureinschätzungen der österreichischen Unternehmen über die Sektoren hinweg. Zwischen den Sektoren bestehen aber nach wie vor große Unterschiede: Während sich die Konjunktureinschätzungen der Unternehmen in den Dienstleistungsbranchen und im Bauwesen deutlich verbessern und zuversichtlich ausfallen, sind die Unternehmen in der Sachgütererzeugung trotz leichter Zugewinne weiterhin skeptisch.

Der Index der aktuellen Lagebeurteilungen für die Gesamtwirtschaft steigt im Jänner (unter Ausschaltung saisonal bedingter Schwankungen) um 2,9 Punkte auf einen Wert von 11,1 Punkte. Der Zugewinn ist insbesondere auf die Dienstleistungsbranchen und den Bau zurückzuführen. In den Dienstleistungsbranchen steigt der Index um 3,7 Punkte und signalisiert mit 15,5 Punkten eine dynamische Dienstleistungskonjunktur. In der Bauwirtschaft steigt der Index um 7,3 Punkte. Er liegt mit einem Wert von 34,9 Punkten im sehr optimistischen Bereich und spiegelt damit die ungewöhnliche Breite der positiven Konjunktureinschätzungen aber auch die guten Witterungsbedingungen wider. In der konjunkturell bedeutenden Sachgütererzeugung gewinnt der Lageindex nur gering hinzu (+0,3 Punkte) und notiert mit -2,8 Punkten weiter unter der Nulllinie, die positive von negativen Konjunktureinschätzungen trennt.

Auch der Index der unternehmerischen Erwartungen gewinnt im Jänner an Dynamik (+2,8 Punkte) und erreicht einen Wert von 8,8 Punkten. In der Bauwirtschaft sinkt der Erwartungsindex (-2,2 Punkte), der Indexwert bleibt mit 11,6 Punkten aber weiter im zuversichtlichen Bereich. In den Dienstleistungsbranchen steigt der Erwartungsindex deutlich gegenüber dem Vormonat (+4,4 Punkte) und notiert mit einem Wert von 14,5 Punkten im Bereich zuversichtlicher Konjunkturerwartungen. Auch In der Sachgütererzeugung steigt der Erwartungsindex (+1,4 Punkte), notiert jedoch mit -1,1 Punkten weiterhin im skeptischen Bereich und spiegelt die schwache Industriekonjunktur wider.